Mittwoch, 7. Dezember 2011

Lang Lang ist’s her…

Liebe Leser,

Ich bitte um Entschuldigung, dass ich so lange auf mich habe warten lassen.

Um ehrlich zu sein, gab es zuerst nicht mehr so viel zu erzählen und dann gab es zu viel zu erzählen, sodass ich gar nicht mehr hinterher kam.

Nun aber ein ganz kurze Zusammenfassung:

Am 17. Oktober kamen meine Mutter und meine Schwester zu Besuch. Am Anfang war das zuerst echt komisch die beiden wieder zu sehen und dann auch noch hier in Ghana. Wir haben uns aber wieder relativ schnell aneinander gewöhnt und danach hat sich dass ganze einfach nur wie wunderschöne Ferien angefühlt. Wir sind zusammen durch ganz Ghana gereist. Zuerst in den Norden, nach Tamale in den Mole- National Park (wir haben Elefanten gesehen) und nach Bolgatanga, wo wir auf Krokodilen saßen. Danach ging es wieder nach Sunyani, wo wir leider ein paar Tage bleiben mussten, weil ich krank wurde. Als es mir besser ging, sind wir weiter an die Küste; zuerst nach Cape Coast (da haben wir uns Sklavenburgen und Regenwald angeschaut) und von dort nach Busua, einem traumhaft schönen Strand. Uns hat es so gut in Busua gefallen dass wir anstatt 4 Tage eine ganze Woche dort geblieben sind.

Da alles ein Ende hat (nur die Wurst hat zwei), mussten wir leider wieder zurück nach Sunyani, den Koffer abholen, und Abschied nehmen und uns auf den Weg nach Accra machen, damit meine Mutter und Schwester auch nicht ihren Flug verpassen.

Nach diesen Wunderschönen Wochen bin ich dann noch ein bisschen alleine herumgereist und habe die anderen Teilnehmer (zur Erinnerung: Svea, Jonas und Benni) besucht. Tja und dann musste auch ich wieder in meinen Alltag zurück. Was gar nicht so einfach war…

Meine Gastfamilie, vor allem Martin, war anscheinend beleidigt, weil mein Familie zu wenig Geschenke für meine Gastfamilie mitgebracht hatte. Das war nicht so eine schöne Erfahrung. Aber gut, ich habe noch einmal sehr viel mehr über die westafrikanische Kultur gelernt.

Eine befreundete Deutsche, die schon seit 20 Jahren hier lebt, gab mir den Rat es einfach zu ignorieren. Und sie erzählte mir auch, dass dieses Ganze Geschenke-erwarten der Grund sei warum viele Ghanaer, die im Ausland leben, nicht mehr nach Hause kommen. Weil sie für so viele Geschenke die sie mitbringen müssten, gar nicht das Geld hätten. Gestört, wie ich finde…

Mittlerweile hat sich die Situation wieder gelegt, vor allen dingen auch deshalb weil meine Kontaktperson meiner Gastfamilie gesagt hat, dass meine Mutter für jeden ein Weihnachtsgeschenk mitgebracht hat. Danach hatten Gina und Hannah ein schlechtes Gewissen…

Das war es erstmal von mir. Wenn es wieder etwas Neues gibt melde ich mich.

Liebe Grüße,

eure janna

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