Freitag, 2. Dezember 2011

It’s all about food…

Ich dachte mir, es ist mal an der Zeit etwas über das essen hier in Ghana zu schreiben.

Mittlerweile müsste ich auch einen ausreichenden Überblick haben. Oder besser gesagt ich habe bereits fast alles schon gegessen.

Ja, eine besonders große Vielfalt gibt es nicht wirklich.

Im Grunde kann man zwischen zwei verschiedenen Gruppen unterscheiden. Die eine Food-Gruppe ist die afrikanisch-traditionelle. (so nenne ich das jetzt einfach mal)

Und die eher westliche Food-Gruppe. Dabei handelt es sich um Essen, dass durch die Kolonialmächte, besonders Großbritannien, eingeführt wurden und in den Jahrhunderten afrikanisiert wurden.

Weißbrot in allen verschiedenen Formen und Größen. Alle Sorten haben gemein, dass man sie knauschen kann und sie danach die zerknautschte Form beibehalten.

Sind lecker, aber sättigen nicht wirklich.

Sorten sind: Sugar bread, Butter bread, Tea bread.

Dazu wird alles möglich gegessen. Schwarztee mit Milch, Heiße Schokoladen (Milo genannt), Breie (Porridge), Magarine, Früchte.

Das Brot wird entweder morgens oder abends als kleine Imbiss gegessen.

Für Ghanaer muss eine Mahlzeit ganz viele Kohlenhydrate und Fett haben. Alle anderen Nahrungen werden als kleine Appetithappen angesehen.

Reis ist so eine andere Leidenschaft der Ghanaer. Es gibt Joloff Rice, Fried Rice, Plain Rice with Stew. Dazu gibt es Baked Beans, eine kleine Portion Nudeln, Kohlsalat mit Mayo-Ketchup dressing und eine scharfe Pepper-Fisch Paste (Schito).

Nudeln mögen Ghanaer nicht so wirklich. Die gibt es nur als Beilage. Ich glaube weil sie den Ghanaern zu wenig „heavy“ sind…

Vielleicht sollte ich erwähnen, dass das bevorzugt als Frühstück (10 am) oder Mittagessen gegessen wird.

Nun zu den typisch ghanaischen Gerichten:

Fufu. Das Nationalgericht, würde ich fast behaupten.

In meiner Region (Brong-Ahafo) wird das jeden Abend gegessen. (Ich übertreibe nicht!) Fufu ist ein gestampfter zäher, klebender Brei aus Kasawa, der afrikanischen „Kartoffel“.

Dazu wird eine Suppe gegessen. Light Soup, Groundnut Soup, Palmnut Soup,…

Das Ganze wird natürlich mit den Händen zu sich genommen. In den meisten ghanaischen Haushalten würde man bis auf einen Löffel – der zum Kochen benutzt wird – eh nichts finden. Ich kann euch sagen, das ist gar nicht so einfach Suppe oder Reis mit den Händen zu essen…

Dann gibt es noch Banku; ein aus gegorenem Mais gekochter Brei. Manchmal schmeckt er etwas bitter. Ich vermute, dass jeder Europäer wahrscheinlich 10 Versuche braucht um das essen zu können. Dazu gibt es entweder Groundnut Soup, Okru Stew oder Pepper Stew.

Ein weiterer Brei ist T.Z. Ebenfalls ein weißer Brei. Erinnert etwas an Banku. Wird auch mit Suppe gegessen, ist aber eher im Norden von Ghana verbreitet.

Ein weiteres Essen ist Red-Red. Ein Brei aus Bohnen der mit frittierten Kochbananen gegessen wird.

Was ich fast vergessen hätte: Yam (eine andere afrikanische „Kartoffel“) mit verschiedenen Stews. Wir, in Alafya, bekommen es meistens mit Palaver Stew. Da ist so was Ähnliches wie Spinat drin. Den Yam kann man entweder in Wasser kochen oder frittieren.

So im Großen und Ganzen war das alles.

Neben diesen Hauptmahlzeiten gibt es noch so ein paar andere Sachen, eher Imbisse, die man auf der Straße kaufen kann.

Geröstete Kochbananen, Maiskolben und Yam-Stücke, Bafro (eine Art Berliner nur ohne Marmelade und leckerer), Eis in Plastiktüten, Kille Wille (kleingeschnittene, frittierte, ganz scharfe Kochbananen), …

Das Wasser gibt’s hier übrigens auch nur in Plastiktüten.

Damit ihr euch das erzählte auch besser vorstellen könnt, könnt ihr jetzt ein paar fotografierte Mahlzeiten bestaunen.

Viel Spaß!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen